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The One Thing

Buchrezension: The One Thing für Blogger

Bist du vielleicht so wie ich schon vor einiger Zeit mit dem Wunsch im Internet gestartet "dein eigenes Ding" als Blogger zu machen? Und hast du dann irgendwann völlig entnervt festgestellt, dass das alles doch nicht so einfach ist?

Sicher, Webspace ist schnell gekauft, eine Domain registriert und schließlich ist es auch kein Problem mit einem Klick die eigene WordPress Seite zu installieren. 

Was schließlich ein Problem ist, ist dieses "Geld verdienen im Internet".

Überwältigt als Blogger

Sobald deine Seite einmal online ist, hast du schnell das Gefühl, dass du gar nicht so viel machen kannst wie du müsstest, um dein Hobby zum Beruf zu machen.

Ich spreche da aus Erfahrung. Als ich 2008 meine erste Internetseite veröffentlicht habe, musste es gleich eine große Seite werden. Blogs waren noch nicht so bekannt und ich wollte unbedingt eine Digital Scrapbooking Seite haben, auf der ich digitale Produkte (aka Digital Scrapbooking Kits, Grapiksets) verkaufen konnte. Digitale Produkte zu erstellen (Online Kurs zum Thema) ist toll - man erstellt sie einmal und verkauft sie immer wieder.

So war zumindest die Idee bis ich merkte, dass einem das Hobby auch über den Kopf wachsen konnte. Denn Produkte erstellen, in den Shop (oder schlimmer noch in die Shops) einzustellen, zu bewerben, seinem "richtigen" Job nachzugehen und ganz generell noch sein Leben zu managen, könnte etwas viel sein.

Und das war es letztlich auch. Einfach too much. 

Erfahrungen aus 2008...

Eigentlich sollte man meinen, dass man dann aus den Erfahrungen klug wird, erkennt, dass es so eben nicht so wirklich gut geht und etwas anderes macht. Klar, etwas anderes durfte es schon sein. Dafür aber das alte aufgeben?

Nee, schließlich hatte es lange genug gedauert die Webseite dorthin zu bekommen, wo sie zu dem Zeitpunkt schon war. Und, sie warf auch monatlich ein hübsches Sümmchen ab, zumindest mehr als so mancher in einem Vollzeitjob verdient. Nein, ich rede jetzt nicht von Tausenden. Aber 1000€ waren locker drin und da ich ja quasi nicht einmal einen halben Tag an meiner Webseite arbeiten konnte, war ich der Meinung, das da durchaus noch sehr viel mehr zu holen ist.

Ich schätze, das wäre es auch. Aber, da es zu dem Zeitpunkt nicht genug war um davon Leben zu können, dachte ich mir, dass etwas anderes her musste.

Etwas, das schneller mehr Geld bringt.

... aus denen man nicht klug wird

Und so dachte ich mir etwas neues aus. Eine neue Webseite mit einer neuen Geschäftsidee. Nun hatte ich nicht nur die Scrapbooking Seite, die meine Aufmerksamkeit brauchte, meinen normalen Job, Haushalt und Allgemein ein Leben, nun brauchte auch noch meine zweite Geschäftsidee Zeit, um profitabel zu werden.

Und schließlich die dritte Idee...

... und vierte...

Und schließlich dachte ich mir, ich könnte auch noch einmal die Woche an der VHS  und einige Stunden in der Berufsschule unterrichten.

Es kam letztlich wie es kommen musste. Das Geld war immer noch nicht genug. Schließlich hatte auch mein Tag nur 24 Stunden und obwohl ich dann eben vier Webseiten zu managen hatte, lief jede nur noch "so ein bisschen". Auch meinen Jobs konnte ich natürlich nicht die nötige Aufmerksamkeit schenken und schließlich... ja schließlich ging gar nichts mehr und ich hatte das Gefühl, dass ich dringend Ruhe brauchte.

The One Thing für Blogger

Wahrscheinlich erkennst du dich in dem ein oder anderen Abschnitt wieder. Selbst wenn du nicht so auf Selbstzerstümmelung stehst wie ich und "nur" einen Blog und eine Geschäftsidee hast, kann diese schon ziemlich an die Substanz gehen.

Ich jedenfalls wurde immer nervöser, bekam immer weniger hin. Ich schien nie genug zu verdienen, nie "genug zu sein".  Und dann, irgendwann, stieß ich durch Zufall auf ein Buch namens "The One Thing". 

Der Autor Garry Keller beschrieb schon auf dem Umschlagtext genau dieses Phänomen, das ich gerade durchlief - immer mehr aber immer weniger richtig, so dass man letztlich gar nichts mehr hinbekommt und gar nichts mehr Spaß macht.

Ich kaufte mir das Buch als Hörbuch*, da ich das Gefühl hatte, dass ich mich gar nicht lange genug auf ein "richtiges" Buch konzentrieren konnte.

The One Thing ist nicht nur für Blogger

The One Thing für Blogger

Nachdem ich das Buch gehört hatte, stellte sich eine erstaunliche Wendung in meinem Kopf ein (ja, wirklich - es geht auch andersrum 😉 ). Jedes Mal, wenn mich die Dinge zu überwältigen drohen, sage ich mir: One Thing: Du kannst nur eine Sache richtig machen.

Multitasking macht krank. Überall zu sein, nichts richtig zu machen, nichts fertig zu machen und sich nicht immer wieder auf "one thing" zu konzentrieren, führt dazu, dass man gar nichts hinbekommt.

Alle anderen mögen glücklich sein, da man ja trotz Job, Nebenjob, Familie, Haushalt und keine Ahnung was noch alles hinbekommt. Du selber wirst aber schnell feststellen, dass du morgens aufstehst und dich fragst, wann du einfach mal einen Tag einfach im Bett bleiben kannst oder zumindest einfach machen kannst, was du möchtest - oder auch nur den Tag überleben kannst.

Berühmte Beispiele

In seinem Buch beginnt Gary Keller zunächst damit Beispiele berühmter Persönlichkeiten aufzuzeigen. Haben Steve Jobs und Bill Gates nicht auch "nur" One Thing gemacht, um schließlich außergewöhnliche Dinge zu erreichen?

Wenn wir ehrlich zu uns sind, ist es genau das. Jeder, der es wirklich zu etwas gebracht hat, hat sich auf eine einzige Sache konzentriert. Er hatte nicht, wie es Sheldon in der "Big Bang Theory*" bestätigt, einen Backup-Plan, falls das, was man wirklich will, nicht funktioniert. Der außerordentlich kluge Physiker rät Penny, der Möchtegern-Schauspielerin, nicht nebenbei als Kellnerin zu arbeiten, wenn sie  ihren Traum, Schauspielerin zu werden, verwirklichen möchte.

Natürlich ist nicht immer alles so einfach. Natürlich kann nicht jeder seinen Job hinwerfen und sich nur um seinen Traum kümmern, sein "One Thing" machen und damit schließlich erfolgreich werden. Aber vielleicht findet man ja einen Mittelweg. Vielleicht kann man ja irgendetwas zurückschrauben - und wenn es die eigenen Ansprüche an sich selbst sind und mehr an seinem "One Thing" arbeiten.

Dennoch weiß ich aus eigener Erfahrung, dass ich meistens ganz überraschende und außergewöhnliche Ergebnisse erzielt habe, wenn ich mit dem Rücken zur Wand stand und es "einfach schaffen musste" und es "nicht anders ging", wenn scheitern keine Option war. Immer dann habe ich mich auf mein "One Thing" konzentriert und es schließlich auch hinbekommen.

Dein One Thing

Wenn du auch das Gefühl hast, dass dich dein Leben zu überwältigen droht und du kein Licht mehr am Horizont siehst, dann ist "The One Thing" genau richtig für dich. 

Bei mir hat "The One Thing" auf jeden Fall zu einem Umdenken geführt. Ich versuche nun wirklich eins nach dem anderen zu machen und nicht mehr alles zusammen. Das alleine ist schon sehr hilfreich und führt dazu, dass ich mir jetzt zum Beispiel einfach die Zeit nehme, um eine ausführliche Rezension über diese Buch (oder Hörbuch) zu schreiben, statt einfach eine kurze Zusammenfassung zu geben und zum nächsten Punkt auf der Tagesordnung zu eilen. Letztlich hat davon niemand etwas. Kurze, oberflächliche Zusammenfassungen, die keine eigenen Erfahrungen vermitteln, werden dir nicht helfen, eine Kaufentscheidung für oder eben gegen dieses Buch zu treffen. 

In der übersetzten Version des Buches zitiert Gary Keller eine Stelle aus dem Film "City Slickers"*: 

Curly: Kennst du das Geheimnis des Lebens?
Mitch: Nein, was ist es?
Curly: Das. (Er streckt einen Finger in die Luft.)'
Mitch: Dein Finger?
Curly: Eine Sache. Nur eine einzige Sache. Darauf konzentierst du dich und alles andere bedeutet einen Sch...dreck.
Mitch: Toll, aber was ist diese "eine Sache"?
Curly: Das ist das, was du herausfinden musst.

Zunächst einmal geht es natürlich darum, dass man überhaupt anerkennt, dass "The One Thing" der Weg ist, der dir hilft, dein Ziel zu erreichen. Sobald man dies verinnerlicht, wird das Leben wesentlich ruhiger.

Meiner Meinung nach ist alleine das schon ein Gewinn. Sich auf eine Sache zu konzentrieren, bedeutet aber auch, genau zu wissen, ob und vor allem wann man sein Ziel erreicht hat. Und ein Ziel zu erreichen ist letztlich ein richtig gutes Gefühl.

Wenn du dir also immer wieder nur eine Sache vornimmst, diese bis zum Ende durchziehst und dann die nächste Sache in Angriff nimmst, hast du viel mehr Erfolgserlebnisse, da du einfach am Ende mehr geschafft bekommst. 

Und wahrscheinlich auch letztlich viel mehr Zeit dich auf dein "One Thing" zu konzentrieren.

Das Buch in der Originalfassung*, das übersetzte Buch* und natürlich auch das Hörbuch* findest du bei Amazon.

Um einfach darin "rumstreichen" und mir wichtiges herausschreiben zu können, habe ich mir schließlich noch das Buch zugelegt. 

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